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Gemeinsame Wege · Poststr.3 · 79098 Freiburg · tel. 0761 / 40 19 250
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- Paartherapie
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Krisenintervention
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Beziehungspflege |
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Wenn
Worte nicht mehr genügen oder wenn sie seit langem fehlen, kann es
trotzdem noch Wege zueinander geben.
Die
Schwierigkeit besteht oft darin, dass man zu sehr gefangen ist in
der Verstrickung aus Alltagsproblemen und sich wiederholenden
Konflikten.
Mit
Unterstützung der Therapeuten - die als Paar für ein Gleichgewicht
der Kräfte sorgen -kann die Bedeutung der Konflikte erkannt, können
die eingefahrenen Muster entzerrt und neue Möglichkeiten für die
Partnerschaft entwickelt werden.
Aber
auch bevor die Krise akut ist, ist es sehr sinnvoll,
Beziehungspflege zu betreiben, um die Partnerschaft lebendig zu
halten und um eben der großen Krise vorzubeugen.
Diese
Beziehungspflege - so wie wir sie verstehen - will auch erlernt und
geübt sein und umfasst wesentlich mehr, als dem Partner Komplimente
zu machen oder gelegentlich Blumen mitzubringen.
Sowohl
die Therapie in der Krisensituation selbst, wie auch die
Beziehungspflege können dazu beitragen, das Verständnis für sich
selbst und den Partner zu erweitern und den Energie- und Liebesfluss
zwischen den Partnern, der zu Beginn der Beziehung so groß ist, am
Leben zu erhalten.
weitere
Schwerpunkte unserer Arbeit:
Unser
Angebot reicht - je nach Bedarf - von verhaltenstherapeutischen
Maßnahmen über Gesprächstherapie bis zu längerfristig begleitender
Unterstützung mit Körperarbeit und tiefenpsychologisch fundierter
Konfliktbewältigung
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Über Uns |
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Carmen Gaadt
Jahrgang 1965
Dipl. Psychologin, Körper-, Kunst- und
Musiktherapeutin,
Patchwork-Famillien-Partnerin und
Mutter von zwei Kindern
Bernhard Fischer
Jahrgang 1960
Heilpraktiker für Psychotherapie, Core
Energetik Therapeut,
Philosoph, Handwerker, Vater einer
Tochter
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Seminare &
Workshops |
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Achtsamkeit und
Beziehung |
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Die
Neurowissenschaften und die Bindungsforschung bestätigen jetzt mit
ihren Untersuchungen, was viele therapeutische Schulen schon lange
sagen:
Die Art und Weise, wie wir als kleine Kinder in unserem Bedürfnis
nach Kontakt und sicherer Bindung beantwortet wurden, hat wesentlich
Einfluss darauf, wie wir heute leben und Beziehung gestalten.
Das heißt, wir leben gar nicht wirklich im „Jetzt“, sondern immer
noch und immer wieder in der (unbewussten) Antwort auf unsere
ursprünglichen Erfahrungen.
Das ist – ganz einfach - eine Grundbedingung unserer Existenz.
Schmerzhafte Folgen dieser Tatsache erleben wir in gescheiterten
oder
unerfüllten/ unerfüllenden (Liebes)-Beziehungen, in mangelndem
Selbstwertgefühl, in chronischem Stressempfinden oder in
verschiedensten Krankheiten.
Wir haben jederzeit die Wahl, etwas daran zu ändern. Spirituell
gesehen ist es eine Entwicklungsaufgabe in unserem Leben,
unsere von den frühen Erfahrungen getönten „Brillen“ wahrzunehmen
und damit zu experimentieren, wie das Bild (unser eigenes und das
unseres Gegenüber) sich verändert, wenn die Brillengläser etwas
klarer werden.
Achtsamkeit ist dabei ein Schlüsselwort für diese Aufhellung
des Blickes.
Durch die Übung der Achtsamkeit, d. h. im Innehalten und Gewahr-
werden dessen, was jetzt gerade hier geschieht (im eigenen Körper,
in den Gefühlen, im Denken, im Beziehungsfeld), entsteht Raum.
Raum für annehmend- neugieriges Untersuchen ohne Druck, ohne
Bewertung und Urteil. Und da wir alle ein angeborenes und
natürliches Streben nach Gesundheit und „guter“ Beziehung in uns
tragen, ermöglicht die Achtsamkeit und der durch sie entstehende
Raum der Selbstannahme das Loslassen bzw. Neuorganisieren
unserer buchstäblich in den Körperzellen gespeicherten alten
Erfahrungen.
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Begleitung in der Trauerarbeit bei Trennung und Scheidung |
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Einleitung
Was passiert bei einer Trennung in unserer Seele eigentlich
wirklich?
Was ist das „Trauerarbeit“
Gib es Trennung ohne Streit?
Viele Fragen tun sich auf bei diesem Thema und viele Menschen sind
heutzutage damit konfrontiert, sich von einem Lebenspartner zu
trennen.
Wir als Paartherapeuten sind fast täglich mit dem Schmerz und der
Trauer konfrontiert, die die Paare in der Krise zu uns bringen.
Das Szenario von einer Trennung im Streit, wo die Partner sich nur
noch mit Widerwillen begegnen, wird dabei schon fast als „normal“
angesehen. Aber warum ist das so? Und ginge es nicht auch anders?
Unsrer Erfahrung nach kann es auch anders gehen!
Eine äußere Trennung der Partnerschaft fällt nicht plötzlich vom
Himmel. Oft gehen viele Jahre oder gar Jahrzehnte der inneren
Entfremdung und Kapitulation ins Land, bis sich einer der Partner
nicht mehr bereit erklärt, so weiter zu leben. Die innere Trennung
beginnt oft schon sehr früh innerhalb einer Beziehung, während die
Partner sich noch um ein Miteinander bemühen.
Wenn nun die Trennung ausgesprochen wird, dann kommt meist erst
einmal der Schock darüber, dass - und das Unverständnis, warum - es
soweit hat kommen können.
In diesem Schock steckt meist auch schon viel Angst vor den
Veränderungen des Lebens und dem Verlust der Gewohnheiten, gepaart
mit Wut über den anderen, der ja scheinbar daran schuld ist.
Wenn die Partner in ihrer Angst und Wut den anderen angreifen – was
bei fast allen so ist – kann es keine Klärung und Entwicklung geben.
Jeder ist verletzt, hat das Gefühl, viel zu viel erlitten zu haben
und versucht in seiner Kränkung verzweifelt, einen Kern von
Selbstwert zu erhalten oder sich zurückzuerobern, indem er sich im
Recht wähnt und dadurch kann er die Wahrheit und das Recht des
anderen nicht sehen oder gar akzeptieren.
Was es nun braucht, ist ein Zurücknehmen der Gefühle und
Projektionen zu sich selbst. Was heißt das?
Während unserer Partnerschaft schließen wir – unbewusst oder bewusst
– Verträge miteinander ab, in denen wir Verantwortung abgeben an den
anderen, („ich tue dies oder das, dafür machst du jenes für mich …“
etc.) und wo der andere – in gewissen Bereichen – eine Art
Ersatzmama oder -papa wird. Wenn sich mein Partner von mir trennt
(oder umgekehrt), kündigt er diesen Vertrag. Nun beginnt die
Konfrontation mit dem eigenen Schmerz darüber, dass der Mensch oder
das Lebensmodell nicht mehr da ist, der/das mir Halt, Sicherheit,
Liebe, Versorgung versprochen (und gegeben) hat. Der ganze
Lebensentwurf steht in Frage. Bleibe ich im Gedanken, dass ich nur
„den Richtigen“ finden muss, damit „es klappt“, so finde ich einen
neuen Partner und komme alsbald mit ihm an die gleichen
schmerzhaften Themen wie mit meinem Ex-Partner.
Der heilsame Weg zu Reifung und Wachstum ist unserer Erfahrung nach,
den Schmerz und die Wut zuzulassen und in einem geschützten Rahmen
auszudrücken. Darf die Welle von „negativen“ Gefühlen aus mir
herauskommen, so bin ich danach klarer und kann in meine eigene
Tiefe schauen. Ich komme an den Platz, wo ich meine Sehnsüchte
wahrnehmen kann, die ich auf meinen Partner übertragen habe. Er oder
sie sollte mir doch das geben, was ich in meiner Kindheit so
schmerzlich vermisst habe. Erst wenn ich gewahr werde, was ich
wirklich suche, was mein inneres Kind sich wünscht und wo seine
Verletzungen sind, kann ich beginnen, die Sehnsüchte, die ich auf
meinen Partner projiziert habe, zu mir zurückzunehmen. Nicht er/sie
ist für mein Glück bzw. Unglück verantwortlich, sondern ich selber!
Im spirituellen Sinn kann ich vielleicht den Gedanken zulassen, dass
dieser Mensch in meinem Leben ist, damit ich genau an dieser Wunde
heilen und wachsen kann.
Nur selten gelingt dieser „shift“ nach einer Trennung, weil die
Projektion bestehen bleibt.
Wenn der Schmerz nicht ausgedrückt wird, muss ich weiter dabei
bleiben, dass der Partner der „Böse“ ist, der mir das angetan hat.
„Du bist schuld“ bedeutet, dass ich verstrickt und in der
Wiederholung hängen bleibe, da der neue Partner genau die gleichen
Projektionen abbekommt.
Die Krux in unserer Kultur ist, dass „negative“ Gefühle nicht
erwünscht sind. Familienmitglieder, Freunde, … sind selten in der
Lage, damit umzugehen. Trauer wird versteckt, überspielt oder klein
geredet. Die „Tröster“ mit den guten Ratschlägen brauchen wir da
nicht. Es braucht einen Raum, in dem Wut und Trauer einfach da sein
dürfen, gesehen und respektiert werden.
Dann kann meine Seele wieder zu sich selber finden und den Gegenüber
gehen lassen – in Frieden.
Früher war es üblich, nach dem Tod des Partners ein Jahr schwarz
gekleidet zu sein, mit der Erlaubnis zu trauern. Wie wäre das heute,
wenn nach der Trennung die Partner in schwarz (weiß? grau? lila?)
gingen und ihnen jeder den Schutzraum für ihre Gefühle gäbe?
Das soll nun nicht heißen, dass alle Projektionen auf einen Partner
von da an wegfallen werden. Ich glaube, dass wir das tun, solange
wir auf dieser Erde leben. Wichtig aber scheint mit die Bewusstheit
darüber, dass wir es tun. Und dass unser Gegenüber ein wichtiger
Teil unseres eigenen Systems ist. Was wäre, wenn das alles so sein
dürfte?
So wie der Tod zum Leben gehört, gehört auch unsere Projektion dazu
und kann uns zu einem tieferen Verständnis von uns selbst und dem
Wesen von Beziehung führen.
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Zusammen durch die Krise |
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Eine
Paarbeziehung ist nicht statisch, sie ist ein Prozess, wie ein
lebendiger Organismus, sie verändert sich. Insofern ist es ganz
natürlich, dass es innerhalb dieses Prozesses Zeiten größerer Nähe
und auch größerer Distanz gibt, und selbst Krisen, in denen die
Beziehung als solche auf dem Prüfstand steht, gehören wohl zu solch
einem Organismus, so wie z. B. auch Krankheiten Begleiter unseres
Körpers sind.
Unser Körper übersteht viele Krankheiten, er geht durch die Krise
und gesundet wieder.
Warum sterben so viele Paarbeziehungen, scheitern an der Krise,
statt an ihr zu wachsen?
Den fast typischen Verlauf vieler Beziehungen muss man eigentlich
gar nicht beschreiben, er ist allen geläufig:
Nach der anfänglichen Verliebtheitsphase (bis zu mehreren Monaten)
geht es bergab, meist nicht nur bis zum so genannten „Boden der
Realität“, sondern tiefer in den Keller der Konflikte, der Probleme,
der gegenseitigen Vorwürfe. Der Partner beginnt einen zu nerven,
unschöne, aber hartnäckig wiederkehrende Gefühle und Eigenschaften
der Beteiligten machen den anfänglichen Himmel zur Hölle. Und man
fragt sich, wie konnte ich mich nur so täuschen? Die Krise ist da.
Hier folgt oft entweder die Trennung (und ein neuer Kreislauf von
Sich- Verlieben, Konflikte, Trennung kann beginnen) oder die
Resignation, d. h. man richtet sich ein im Bestehenden. (Ersteres
geschieht heutzutage öfter, letzteres war wohl früher die Regel, als
es noch nicht so viel persönliche Freiheit gab).
Etwas ganz anderes ist es, gemeinsam durch die Krise zu gehen und zu
wachsen in diesem Prozess. Was braucht es dafür? Und vor allem: ist
der beschriebene und so häufig vorkommende Absturz zwangsläufig? Wie
lässt er sich vermeiden?
Wenn die Krise akut ist, bedarf es vielleicht erst einmal
professioneller Unterstützung, um die Verstrickung(en) erkennen zu
können, um die Situation zu entspannen, um starke, „hängige“
Emotionen abzubauen und die Basis für ein Miteinander wieder zu
bekräftigen (oder gegebenenfalls festzustellen, dass es keine
gemeinsame Basis mehr gibt).
Um in unserer Analogie zu bleiben: Wenn unser Körper in einer akuten
Krise ist, d. h., wenn wir ernstlich krank sind, gehen wir
vernünftigerweise zum Arzt, um uns Unterstützung zu holen. Ansonsten
tun wir gut daran, Vorsorge zu treffen, uns pflegend um unseren
Körper zu kümmern, uns gesund zu ernähren, Sport zu treiben, etc.
Dasselbe gilt für die Beziehung. Sie ist eben nicht
selbstverständlich so schön und gesund (wie am Anfang). Wenn sie zu
sehr belastet wird, geht sie ein. Wir müssen uns pflegend um sie
kümmern, müssen Vorsorge treffen, kleine Krisen entschärfen, bevor
sie zu großen werden. Wie aber geht das?
Nach unserer Erfahrung gehört ganz wesentlich dazu:
1. die Grundannahme, dass jeder Mensch in sich vielschichtig,
vieldimensional ist und neben dem erwachsenen und bewussten Ich auch
seine ganzen unter- und unbewussten Seiten mit in die Beziehung
bringt. Wenn zwei Menschen zusammenkommen, begegnen sich unter der
bewussten Oberfläche auch zwei „Unterbewusstseine“.
Diese unbewussten Räume beherbergen - unter anderem - starke, für
die jeweils eigene Persönlichkeit unakzeptable und deshalb ins
Unbewusste verschobene Gefühle.
Diese Gefühle haben mit dem aktuellen Partner überhaupt nichts zu
tun. Sie sind alt. Sie stammen z. T. aus der Kindheit. Sie werden in
der Beziehung jedoch aktiviert und auf den Partner projiziert (so
kommt es ja auch immer wieder vor, dass wir selbst überrascht sind
von manchen eigenen heftigen Reaktionen auf Äußerungen oder
Verhaltensweisen des Partners). Und genau diese alten, in der
Paarbeziehung jedoch wieder aktivierten Gefühle sind für viele
Krisen verantwortlich.
2. die Bereitschaft und der Mut, die Gefühle, die da kommen, zu
erforschen, offen dem Partner zu zeigen, zu „gestehen“ und zugleich
die Verantwortung dafür zu übernehmen.
Das ist eine schwierige Übung (die auch erlernt sein will), aber sie
lohnt sich: unschöne und unerwünschte Gefühle zu offenbaren als
meine eigenen Gefühle, für die Du, mein Gegenüber, nicht
verantwortlich bist.
Schwierig ist das deshalb, weil es sich bei diesen Gefühlen ja um
bislang unbewusste Anteile handelt, d. h. ein innerer
Schutzmechanismus sorgt(e) dafür, dass wir von diesen Gefühlen
nichts wissen, dass wir sie nicht als unsere eigenen Gefühle
identifizieren. Deshalb scheint es uns so, als ob unser Partner uns
diese Gefühle „machen“ würde, d. h. in unserer Überzeugung ist
er/sie schuld daran, dass wir so fühlen.
Andererseits können auch Gefühle in uns auftauchen, die wir nicht
zeigen wollen (schon gar nicht dem Partner), für die wir uns schämen
und die wir deshalb verstecken. Wir haben Angst, dass der Partner
sich vor uns fürchtet, uns verachtet oder gar verlässt, wenn er/sie
uns so sieht.
3. Das Schaffen von Räumen im Alltag, oder besser gesagt, von
Freiräumen außerhalb des Alltags, die - ganz regelmäßig - reserviert
sind für uns zwei, für Dich und mich, um unsere (obige) Übung
durchzuführen und uns zu verwöhnen und Gutes zu tun.
Wenn wir uns auf diese Weise in der Beziehung ehrlich zeigen, wenn
wir keine Mauern errichten um unsere „Geheimnisse“, um unsere
dunklen Seiten, wenn wir nicht den Partner verantwortlich machen für
unsere Gefühle, wenn wir ihm/ihr statt dessen erlauben, immer tiefer
in unsere Seele zu schauen und wenn wir interessiert sind, immer
tiefer die Seele unseres Gegenüber zu ergründen, dann muss Eros
nicht flüchten, dann bleibt die Verbindung lebendig, dann erleben
wir Freude, Erfüllung und Vergnügen und dann gehen wir auch
unbeschadet durch die nächste Prüfung, weil wir sie nicht wahrnehmen
als Krise, die einer von uns (meist der andere) verschuldet hat,
sondern als eine weitere Wachstumsmöglichkeit für uns selbst.
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Die Patchworkfamilie |
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-Im Strudel der Beziehungen !? –
„… ganz schön was los hier, denke ich. Vor
einiger Zeit noch lebte ich als Teilzeit-Vater einer Tochter in
einer gemütlichen 2- Zimmerwohnung.
Dann kam die neue Liebe, eine neue Beziehung und mit ihr 2 weitere
Kinder aus der vorherigen Ehe meiner neuen Partnerin, und nun
tummeln sich da 5 Personen in einem neuen familienähnlichen Rahmen.
Wir sind das klassische Beispiel einer so genannten „Patchworkfamilie“.
Diese neue Lebensform – in heutiger Zeit immer häufiger anzutreffen
- birgt große Herausforderungen und sicher auch neue Chancen. Die
Dynamik in diesem Mikrokosmos ist jedenfalls ungeheuer groß. Wie
geht es den einzelnen Beteiligten in dem zusammengewürfelten
Beziehungsgeflecht mit seinen unterschiedlichen
Beziehungsintensitäten?
Zu fragen wäre etwa:
-
Was sind meine, bzw. meiner Partnerin Erwartungen
hinsichtlich des Engagements in der Erziehung der
jeweils nicht- eigenen Kinder?
-
Was sind ihre/meine Kompetenzen, ihre/meine Pflichten
-
Was bedeutet es für mich überhaupt, dass meine Partnerin
Kinder mit einem anderen Mann hat?
-
Was bedeutet es für mein Kind, dass es jetzt 2 Mamas
hat (eine „richtige“ und eine andere, mit der es (auch)
zusammenlebt?)
-
dass es (vielleicht) die Hälfte der Zeit in einer
Familie und die andere Hälfte in einer anderen lebt?
-
dass es vielleicht 4 Omas und 4 Opas hat?
-
Dass es Teilzeitgeschwister hat ?
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Dies
sind nur ein paar der möglichen Fragen und Themen in diesem Bereich.
Wir möchten Paare, die in einer Patchwork-Konstellation leben, zu
einer 14-tägigen, fortlaufenden Abendgruppe einladen. Mit
Unterstützung der Anderen, die in einer ähnlichen Lage sind, können
eigene Themen und Fragen näher angeschaut und bearbeitet werden.
Wir sind ein eingespieltes Therapeutenteam im Bereich Paartherapie
mit eigener Erfahrung als Patchworkfamilie. Wir arbeiten mit
Gespräch, Übungen, Ritualen und kreativen Möglichkeiten des
Ausdrucks (Tanz, Bewegung, Malen, …)
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Gemeinsam durch die Krise |
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„Ihre
Beziehung ist Motor Ihrer Differenzierung
- ob sie
wollen oder nicht- !“ *
D.
Schnarch
*Differenzierung meint die innere Entwicklung zu Selbständigkeit und
Beziehungsfähigkeit |
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Über
unsere Arbeit:
Wenn Paare zu uns in die Praxis kommen, fühlen sie sich meist völlig
festgefahren. Jeder hat das Gefühl, sich schon viel zu lange und zu
sehr angestrengt zu haben im Bemühen, die Beziehung am Leben zu
erhalten.
Es herrscht Stau in ehemaligen Fluss der Gefühle, nichts geht mehr.
Was ist die Ursache des Staus?
Und wie können wir ihn gemeinsam beseitigen?
Anfangs
braucht es erst einmal den Raum, in dem jeder mit seiner eigenen
Wahrheit gesehen werden kann. Oft ist diese Wahrheit mit drängenden
Gefühlen verbunden, die ausgedrückt werden wollen.
Enttäuschung, Wut Trauer, alles darf da sein in einer Form, die den
Partner nicht verletzt.
Zu zweit ist es im Alltag oft unmöglich, über diese „brennenden“
Themen zu sprechen, weil sie sofort in gegenseitigen Vorwürfen und
im Streit enden. Daher sprechen Paare oft gar nicht mehr über
wichtige Belange, da sie schon wissen, dass ihr Partner das gar
nicht hören will.
Frustration und Ärger wirken aber im Untergrund weiter und vergiften
auch noch so belanglose Situationen.
Wir als Außenstehende können diese konfliktfördernden
Kommunikationsmuster erkennen und den Paaren helfen, sie zu
verändern.
Die Brisanz der Konflikte kommt jedoch meist nicht aus der aktuellen
Situation, sondern daher, dass bei den Beteiligten alte Verletzungen
angerührt werden oder sie sich selber im inneren Konflikt mit
eigenen Glaubenssätzen befinden.
Zum Beispiel kann es sein, dass ich mich selten auf Sexualität mit
meinem Partner einlasse, da in mir alte Glaubenssätze wirken, die
mir Angst machen, mir jedoch gar nicht bewusst sind. Im Grunde sehne
ich mich aber nach Berührung und Nähe, kann es jedoch in meinem
Verhalten nicht zeigen.
Es ist wichtig, diese innere Dynamik zu erforschen, damit die
Gefühle und Reaktionen dem Partner gegenüber wieder von der
Vergangenheit losgelöst werden
So stehen die Partner während der Krise in einer negativen
Wechselwirkung miteinander, in der sich das sichtbare Verhalten -
zum Schutz vor den eigenen Ängsten – in ein verletzendes Szenario
für den Partner entwickelt, das genau in dessen sensiblen Punkte
trifft.
Diese negative Wechselwirkung aufzudecken, zu verstehen und Auswege
daraus zu erproben, ist das Ziel unserer Paarbegeleitung, damit die
Partner das, was sie am Anfang der Beziehung so positiv aneinander
fasziniert hat, wieder finden können.
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Kontakt |
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Praxis
Gemeinsame Wege
Carmen Gaadt & Bernhard Fischer
Poststr.3
79098 Freiburg
Telefon 0761
- 40 19 250
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